Alter SPD-Vorstand wieder gewählt - hitzige Diskussion zur ABS 38

08. Oktober 2020

Kirchanschöring. Der Vorsitzende des Ortsvereins Guido Hillebrand begrüßte die erschienenen Mitglieder und Freunde der SPD. Die Jahreshauptversammlung hätte eigentlich im April abgehalten werden müssen, Coronabedingt musste dieser aber weit nach hinten geschoben werden. Im Anschluß berichtete er über die Aktivitäten des Ortsvereins seit der letzten Jahreshauptversammlung und bedankte er sich bei allen Helferinnen und Helfern für deren Unterstützung.

Das vergangene Jahr brachte einige runde Geburtstage von langjährigen Mitgliedern, die die Vorstandschaft zu Gratulationen nutzte. Für die Durchführung des Ferienprogramms 2019 bedankte sich der Vorsitzende ganz besonders bei Gabriele Witthöft, die dies wieder organisierte. Auch bei Korbinian Roider für die Bierspende zum Sommerfest 2019 bedankte er sich ganz herzlich. In seinem Rechenschaftsbericht stellte Guido Hillebrand fest, dass die Kommunalwahlen alles andere als erfreulich für die SPD waren. Die SPD hätte leider einen Sitz verloren, damit wären nur noch er und Gernot Straßer im Gemeinderat vertreten.

Georg Jäger berichtete im Anschluss, dass die Finanzen im Ortsverein, wie auch in den letzten Jahren, noch gut seien, verwies aber auf hohen Ausgaben im Kommunalwahlkampf, welche sich aber erst nach Abschluss des Jahres 2020 bemerkbar machen würden . Die Revisoren Alois Straßer und Manfred Schlagbauer hätten die Kasse geprüft und für in Ordnung befunden. Die Mitglieder beschlossen daraufhin Einstimmig die Entlastung der gesamten Vorstandschaft.

Für die anstehenden Vorstandswahlen wurde Alois Straßer zum Wahlleiter bestimmt, ihm zur Seite standen Adrian Hillebrand und Gabi Wallner. Bei den Neuwahlen gab es keine Veränderungen, da sich alle Vorstandsmitglieder wieder zur Verfügung stellten: Guido Hillebrand wurde als Vorsitzender, Gernot Straßer als sein Stellvertreter genauso wiedergewählt wie Georg Jäger als Kassier und Gabi Wallner als Schriftführerin. Als Kassenprüfer wurden wieder Alois Straßer und Manfred Schlagbauer bestimmt. Abschließend wurden auch die Delegierten für den Kreisverband Traunstein und für die Delegiertenversammlung für die Bundestagswahl 2021 gewählt. Der wieder gewählte Vorsitzende Guido Hillebrand bedankte sich bei Alois Straßer und seinen Helfern für die souveräne Durchführung der Wahlen.

Zum Ende der Veranstaltung entspann sich eine rege Diskussion rund um das Thema Bahnausbau ABS 38 und der katastrophalen Informationspolitik seitens der Deutschen Bahn und Ihres Projektleiters Klaus-Peter Zellmer. So habe die Bahn zwar mittlerweile die Vorplanung abgeschlossen, wolle aber, anders als im letzten Jahr versprochen, weiterhin keinerlei Verkehrszahlen preisgegeben. Man stelle sich die Frage, auf welcher Basis eigentlich die Planung der ABS 38 durchgeführt werde. Insbesondere die Taktierereien seitens Projektleiter Zellmer und dessen offensichtlich unwahren Einlassungen gegenüber der Öffentlichkeit drängten einen Vergleich mit dem amerikanischen Präsidenten auf. Auf umfangreiche Planungsvorschläge seitens der Gemeinde und der Bürgerplanungsgruppe in Kirchanschöring habe Zellmer es bisher nicht einmal für nötig befunden, Stellung zu beziehen. Statt dessen habe er unverzüglich die für die Bahn billigste Lösung durchplanen lassen, nämlich höhengleiche, beschrankte Bahnübergänge in Götzing und Kirchanschöring, sogar ohne jegliche Einbeziehung des für die Kreisstraßen zuständigen staatlichen Bauamts Traunstein. Weder für die betroffenen Anwohner noch für die Gemeinderäte und die Bürgerplanungsgruppe habe es bislang Gelegenheit gegeben, über irgendeine Planung zu diskutieren. Im Laufe der Diskussion wurde auch klar, dass die Meinungsbildung zu möglichen Varianten, insbesondere dem Erhalt der derzeitigen Über bzw. Unterführungen bei weitem noch nicht abgeschlossen ist. Man müsse leider konstatieren, dass jegliche Bürgerbeteiligung von Anfang an nur Lippenbekenntnisse seitens der Bahnvertreter waren und man sich auf keinen Fall damit zufrieden geben werde, am Ende nur noch die Farbe für die Lärmschutzwände aussuchen zu dürfen. Zum Schluss dankte Guido Hillebrand allen Anwesenden, dass sie, trotz eines spannendes Bayern-Spiels, so zahlreich an der Versammlung teilgenommen hatten.

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